Mehr als ein bewegtes Jahrhundert Caritasgeschichte
1897 Am 9. November wird in Köln durch den Priester Lorenz Werthmann der "Charitasverband für das katholische Deutschland" gegründet. Der Sitz der Zentrale ist bis heute Freiburg im Breisgau.
1901 Am 11. März wird in Berlin der "Charitasverband für Berlin und Vororte" gegründet.
1905 Sammelvormundschaft des Verbandes erstmals erwähnt
1908 Beginn der Fürsorge für geistig Behinderte
1915 Gründung der Abteilung Kinderunterbringung
1917 Am 31. Mai wird der Delegatur-Caritasverband für die Mark Brandenburg und Pommern, der Rechtsvorgänger des heutigen Caritasverbandes für das Erzbistum Berlin, gegründet.
1921 Errichtung von Caritasausschüssen, den heutigen Allgemeinen Sozialen Beratungsstellen
1925 Caritasverband übernimmt Fürsorge für Nichtsesshafte
1932 Finanzlage des Caritasverbandes verschlechtert sich katastrophal. 1937 Der Caritasverband hat 20 000 Mitglieder. Bescheid des Reichsministeriums deds Innern: Dem Caritasverband kann mit Rücksicht auf die starke Beanspruchung aller Volkskreise durch das Winterhilfswerk die nachgesuchte öffentliche Haus- und Straßensammlung nicht genehmigt werden.
1950 Aus finanziellen Gründen müssen von 57 Mitarbeitern elf entlassen werden.
1959 Ausführungsgesetz zum RJWG tritt in Berlin in Kraft. Der Caritasverband übernimmt die Aufsicht über angeschlossene Kinder- und Jugendheime.
1962 Bundessozialhilfegesetz tritt in Kraft. Ausbau der Caritas-Bezirksstellen (den heutigen Allgemeinen Sozialen Beratungsstellen) als soziale Beratungsstellen mit hauptamtlichen Sozialarbeitern.
1974 wird das Haus der Caritas in der Wilmersdorfer Tübinger Straße bezogen.
1975 Der Caritasverband steht vor großen finanziellen Schwierigkeiten, die es ihm nicht mehr gestatten, seine Arbeit im bisherigen Umfang auszubauen.
1977 Sorgen bereiten die Probleme der "zweiten Generation" ausländischer Arbeitnehmer, die vor allem von der wirtschaftlichen Rezession betroffen ist.
1979 In zunehmendem Maße werden Asylbewerber-Familien nach langjährigem Aufenthalt in Berlin (West) aufgrund eines endgültigen Ablehnungsbescheides von Abschiebung bedroht.
1982 Die ersten acht Caritas-Sozialstationen werden eröffnet.
1984 Zwei anerkannte Beratungsstellen gemäß Paragraf 218 StGB werden vom Caritasverband eingerichtet.
1987 Im Winter mit seinem starken Frost kommen 75 t Kohle zur Verteilung an Bedürftige, ferner 5 t Butter, 6000 l Milch und 11 t Mehl.
1989 Berlin ist wieder eine Stadt ohne Grenze! Rund 195 000 Becher Kaffee und Tee verteilen Ehrenamtliche und hauptamtliche an einem Wochenende nach Öffnung der Grenzen.
1990 Caritasverband für den Ostteil des Bistums Berlin wird gegründet.
1991 Der Caritasverband für den Ostteil des Bistums Berlin ändert seinen Namen in: Caritasverband für Brandenburg und Vorpommern e.V.
1993 entstehen die Verbände: Caritasverband für Brandenburg e.V. und der Caritasverband für Vorpommern e.V.
2004 Am 28. August haben die Delegierten der vier Caritasverbände einen "verbandshistorischen" Beschluss gefasst - nämlich die Fusion der vier Caritasverbände zu einem einzigen Verband.
Am 28. August 2004 haben die Delegiertenversammlungen der drei regionalen Caritasverbände im Erzbistum Berlin und des Diözesan-Caritasverbandes über die Fusion abgestimmt und damit den Weg frei gemacht für einen gemeinsamen neuen Caritasverband für das Erzbistum Berlin e.V., der die Arbeit der vier Verbände in neuer Struktur seit dem 1. Januar 2005 fortsetzt. Verbunden mit diesem organisatorischen Schritt ist eine gänzlich neue Struktur des Verbandes. Die gesellschaftlichen und politischen Umstände haben es dringend nahegelegt, das System der Caritas im Erzbistum Berlin auf neue Füße zu stellen, um nach dem Motto des kirchlichen Wohlfahrtsverbandes "Not sehen und handeln. Caritas." in jeder Hinsicht handlungsfähig zu bleiben. Nicht nur im Bereich von Hartz IV und anderen Politikfeldern hat die Deutsche Caritas angeboten, das soziale Leben in Deutschland und die Sozialpolitik mit zu gestalten. Auch darüber hinaus wird die soziale Frage für Deutschland von immer existenziellerer Bedeutung sein. Und hier will die Caritas im Erzbistum Berlin nachhaltig mitwirken. Dazu muss sie ihre Hilfsangebote einerseits preiswert zur Verfügung stellen und andererseits deren Qualität ständig verbessern.
